Supply Technology is a very demanding task

Die Versorgungstechnik von Prinovis Dresden: Ein Dutzend Mitarbeiter kümmert sich um die Versorgung der Produktionsbereiche mit Wasser, Farbe, Druckluft und all den anderen Dingen, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs notwenig sind.

Auf die Frage, was denn über die Versorgungstechnik so alles »bestellt« werden kann, hat André Stülpner, Supporter Versorgungstechnik Prinovis Dresden, eine knappe Antwort parat: »Alles außer Strom.« Das ist beachtlich. Mit anderen Worten haben die zwölf Mitarbeiter unter Leitung von Herrn Wegeleben, die sich rund um die Uhr um diesen wichtigen Bereich kümmern, mit Wasser, Farbe, Dampf, Druckluft, Heizung, Lüftung, Abluftreinigung bzw. Toluolrückgewinnung, Abwasserbehandlung und Kälte zu tun. »Wir kümmern uns um alle Medien, die wir für den Druckprozess brauchen«, erklärt André Stülpner. Und die Versorgungstechnik kümmert sich um die Wartung der dafür benötigten Anlagen sowie um einen störungsfreien Betrieb, ist also immer dann auch zur Stelle, wenn es zu Störungen oder sonstigen Unterbrechungen im »Materialfluss« kommt. »Die Anlagen permanent am Laufen zu halten, ist schon eine sehr anspruchsvolle Aufgabe«, meint Udo Klaus, Mitarbeiter in der Versorgungstechnik.

Doch damit nicht genug: André Stülpner und seine Kollegen sind außerdem mitverantwortlich für die Auskunfts- und Nachweispflicht gegenüber den Behörden. Umweltschutz ist hierbei nur ein, wenngleich anspruchsvoller Teilaspekt. Alles zusammen setzt indes eine perfekte Bilanzierung und Dokumentation voraus.

Ein paar Zahlen, um die Dimensionen des Arbeitsbereichs Versorgung zu verdeutlichen: Jeden Monat fördern die Pumpen 10.000 Kubikmeter Wasser aus dem betriebseigenen Brunnen, werden jährlich 6.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt und ins öffentliche Abwassernetz geleitet, 52 Gigawattstunden Dampfleistung pro Jahr erzeugt, an sechs Tagen die Woche der Jahresbedarf von rund 5,3 Millionen Litern Farbe angeliefert. Das für den Druckprozess erforderliche Zusatztoluol stammt komplett aus eigenen »Beständen«, also aus der Rückgewinnung. »Von den jährlich 13 Millionen Litern aus der Rückgewinnung gehen zehn Millionen Liter zurück in die Produktion. Die anderen drei Millionen Liter werden verkauft«, so Herr Stülpner.

Zwei Dinge werden bei Außenstehenden nach einem Besuch in der Versorgungstechnik haften bleiben: Zum einen ist alles und jeder von den zwölf Kollegen abhängig. Wenn in diesem Arbeitsbereich etwas passiert, stehen im Extremfall Formherstellung, Rotation und Weiterverarbeitung still. Zweitens: Kaum anderswo sind die Möglichkeiten, aktiv Einsparungen zu erzielen, so groß wie in der Versorgung. Energie und Wasser seien hier nur zwei sehr prominente Beispiele. Da kann man den Kollegen nur allzeit eine gute Hand und einen stets wachen Blick wünschen.

(22.07.2008)